Komitee «JA! zur Mobilitätsinitiative» enttäuscht: Verkehrspolitik bleibt so, wie sie ist

Sunday, 04. March 2018

Mit der Ablehnung der Mobilitätsinitiative hat es die Stadt St.Gallen verpasst, in ihrer Verkehrspolitik auf ein Miteinander aller Verkehrsträger zu setzen. So werden der motorisierte Individual- und der wertschöpfende Güterverkehr aus Sicht der Initianten weiterhin klar benachteiligt. 

«Die St.Gallerinnen und St.Galler haben entschieden, das aus unserer Sicht überholte und einseitig gegen den motorisierten Verkehr gerichtete Verkehrsreglement beizubehalten», sagt Felix Keller, FDP-Stadtparlamentarier und Präsident des Ja-Komitees: «Nun müssen wir darauf hoffen, dass Stadtrat und Stadtparlament bei konkreten Verkehrsvorlagen dennoch für alle Verkehrsträger vernünftige Lösungen finden.»

Immerhin darf festgehalten werden, dass die Initiativgegner in Diskussionen immer wieder betont haben, wie wichtig ihnen das Gewerbe und dessen Anliegen sind. Karin Winter-Dubs, SVP-Stadtparlamentarierin und ebenfalls Komitee-Mitglied, hält fest: «Insbesondere der wertschöpfende Güterverkehr braucht dringend Sonderbewilligungen und wirtschaftsverträgliche Lösungen, um in der Innenstadt zu zirkulieren, zu parkieren und zu arbeiten. Wir freuen uns, wenn die linken Parteien solche Bewilligungen wie angekündigt unterstützen.»

Die Verkehrs- und Wirtschaftsverbände sowie die Parteien FDP und SVP St.Gallen, die gemeinsam die Initiative lanciert haben, setzen sich nun dafür ein, dass bei der Verkehrsplanung die Entflechtung der verschiedenen Verkehrsteilnehmenden ernster genommen wird als bisher.

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