Stadtrat Nino Cozzio verstorben

Friday, 15. September 2017

Stadtrat Nino Cozzio, Direktor Soziales und Sicherheit, ist am Mittwochabend im Alter von 59 Jahren seinem schweren Krebsleiden erlegen. Stadtrat und Verwaltung sind betroffen und entbieten der Trauerfamilie ihr tief empfundenes Beileid.

Nino Cozzio wurde 2007 mit 49 Jahren in die St.Galler Stadtregierung gewählt. Der ausgebildete Rechtsanwalt stand seit Amtsbeginn der Direktion Soziales und Sicherheit und damit den Dienststellen Stadtpolizei, Feuerwehr und Zivilschutz, den Sozialen Diensten sowie dem Amt für Gesellschaftsfragen vor. Unter seiner Leitung konnten zahlreiche gesellschaftspolitische Weichenstellungen vorgenommen werden, darunter etwa der Ausbau subventionierter Kinderkrippen, die Gründung der Stiftung Zeitvorsorge, die Schaffung einer gemeindenahen Palliative Care, die Etablierung der sozioprofessionellen Fanarbeit oder der Ausbau der KESB-Region St.Gallen.

Auch in der Sicherheitspolitik hat Nino Cozzio zahlreiche Anliegen umgesetzt. Erwähnt sei die Weiterentwicklung einer leistungsfähigen und eigenständigen Stadtpolizei sowie die Verankerung einer regionalisierten Katastrophenorganisation.

Darüber hinaus nahm Stadtrat Cozzio als Kantonsrat und Vertreter in zahlreichen Organisationen sowie Verwaltungsräten die Interessen der Stadt St.Gallen wahr und stand während sechs Jahren der Konferenz Städtischer Sicherheitsdirektorinnen und -direktoren (KSSD) vor.

Anfang Mai 2017 gab Nino Cozzio aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt per Ende Jahr bekannt. Die im Sommer 2015 diagnostizierte Krebserkrankung hatte zusehends ihren Tribut gefordert.

Die Stadt St.Gallen verliert mit Nino Cozzio eine gewichtige Stimme in sozial- und sicherheitspolitischen Fragen. Sein Einfühlungsvermögen, sein Verhandlungsgeschick, aber auch sein Charme und Schalk werden im Stadtrat, in den Legislativen von Stadt und Kanton St.Gallen, in der Stadtverwaltung, in zahlreichen nationalen Organisationen und in der St.Galler Öffentlichkeit fehlen. Stadtrat und Stadtverwaltung sind betroffen und entbieten der Trauerfamilie ihr tief empfundenes Beileid.

Die Trauerfeier findet am Donnerstag, 21. September 2017, 10.30 Uhr, in der Kathedrale St.Gallen statt.

druckenzum Seitenanfangzurück